#11 Return to Office – Leistung oder Leid

Shownotes

Fraunhofer-Studie zum Homeoffice-Kipppunkt: Homeoffice steigert die Produktivität — aber nur bis zu einem Kipppunkt bei rund 60 % Homeoffice-Anteil. Empfohlen wird ein 3:2-Modell (drei Tage Büro, zwei Tage Homeoffice). Fraunhofer IAO & Techniker Krankenkasse (2025). Homeoffice steigert Produktivität – aber nur bis zu einem Kipppunkt. Pressemitteilung. https://www.iao.fraunhofer.de/de/presseservice/aktuelles/homeoffice-steigert-produktivitaet-aber-nur-bis-zu-einem-kipppunkt.html

Stanford-Studie zu zwei Homeoffice-Tagen pro Woche: Bei zwei Homeoffice-Tagen zeigt sich kein Effekt auf Produktivität oder Beförderung, aber die Kündigungsquote sinkt um rund 33 %. Bloom, N., Han, R., & Liang, J. (2024). Hybrid working from home improves retention without damaging performance. Nature, 630, 920–925. https://www.nber.org/system/files/working_papers/w30292/w30292.pdf

Gartner-Studie zur Bleibeabsicht unter Präsenzpflicht: Bei striktem Return to Office sinkt die Bleibeabsicht — bei High-Performern um 16 %, bei Frauen um 11 %. Gartner (via Korn Ferry, 2024). A new return-to-office trade-off. https://www.kornferry.com/insights/this-week-in-leadership/a-new-return-to-office-trade-off

Microsoft-Innovationsstudie in Nature: Firmenweites Remote-Arbeiten macht Netzwerke siloartiger und statischer, mit weniger brückenbildenden Kontakten quer durch die Organisation. Yang, L., Holtz, D., Jaffe, S., Suri, S., Sinha, S., Weston, J., Joyce, C., Shah, N., Sherman, K., Hecht, B., & Teevan, J. (2022). The effects of remote work on collaboration among information workers. Nature Human Behaviour, 6, 43–54. https://www.nature.com/articles/s41562-021-01196-4

Konstanzer Homeoffice-Studie 2026: Desksharing erhöht den Wunsch nach Homeoffice. Beschäftigte ohne festen Arbeitsplatz wünschen sich im Schnitt 3,4 Homeoffice-Tage, mit festem Arbeitsplatz nur 2,59. Kunze, F. et al. (2026). Konstanzer Homeoffice-Studie 2026. Future of Work Lab, Universität Konstanz. https://idw-online.de/de/news869766

Coffee Badging: Verhaltensmuster in RTO-Kulturen: kurz einstempeln, an der Kaffeemaschine gesehen werden, wieder gehen. Anwesenheit wird zur Bühne, nicht zur Leistung.

Agiles Prinzip: Angesicht zu Angesicht: Die effizienteste und wirkungsvollste Methode, Informationen an ein Entwicklungsteam und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht — Nähe braucht Agilität, aber nicht zwingend räumliche Nähe.

Agiles Prinzip: motivierte Individuen und Selbstorganisation: Errichte Projekte rund um motivierte Individuen. Gib ihnen das Umfeld und die Unterstützung, die sie benötigen, und vertraue darauf, dass sie die Aufgabe erledigen. Die besten Ergebnisse entstehen durch selbstorganisierte Teams.

Job Demands-Resources-Modell (Bakker & Demerouti): Arbeitsbedingungen wirken über zwei Pfade: Ressourcen (z. B. Autonomie, Flexibilität) fördern Engagement; Anforderungen (z. B. Pendeln, Kontrolle) treiben bei Überhang emotionale Erschöpfung und Burnout. Bakker, A. B., & Demerouti, E. (2007). The Job Demands-Resources model: State of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309–328. https://doi.org/10.1108/02683940710733115

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00:00:00: Herzlich willkommen zurück bei Agilität am Plakt.

00:00:04: Echte Fälle, echte Menschen mit Fabian Schwarz

00:00:07: der eine schnelle Aufnahme hinlegen wird weil er gleich noch ein Date hat und Wilma Klassen von Hussen

00:00:14: die fast schon vergessen wird weil Fabian gerade nur ans Date denkt.

00:00:18: das wird die Folge Dicht negativ beeinflussen.

00:00:21: Jingle ab!

00:00:42: Folge elf Return to office.

00:00:44: Leistung oder Leid?

00:00:49: Wilma es ist Sommer Ich fühle mich so gut und wir haben einen Offside geplant.

00:00:54: Ja, sehr gut!

00:00:55: Und wir haben eine richtig coole Location die du gefunden hast?

00:01:00: Ja ja ich habe mir ein bisschen Mühe gegeben coole location zu finden da hast du recht aber ich erzähl mal noch nichts.

00:01:05: nicht dass es ins wasser fällt.

00:01:06: ansonsten zeigen wir euch die bilder natürlich auf linkedin.

00:01:09: Und ja, ich bin ganz gespannt.

00:01:11: Wir ziehen uns drei Tage raus und machen Planung fürs nächste Jahr wie es mit dem Podcast weitergeht.

00:01:17: so viel schon mal vorweg.

00:01:17: wir werden auf jeden Fall weitermachen.

00:01:19: die Frage ist, in welcher Form wird das noch größer?

00:01:23: Mal schauen!

00:01:24: Ich bin sehr gespannt auf unser kleines Off-Site, wie man's so modern nennt.

00:01:30: Willmar, du hast einen interessanten Fall mitgebracht.

00:01:32: Die haben das letzte Mal schon angeteasert.

00:01:33: es geht um Return to Office also für alle die nicht in einem Bürokontext arbeiten und Corona auch ins Stahlwerk mussten bei anderen Personen die im sogenannten Bürokontext unterwegs waren.

00:01:46: ja Im Englischen sagt man die White-Color Worker Also die mit dem weißen Kragen Die sind zu Hause gebliebene ganze Zeit lang und dann plötzlich kam etwas auf die Büroarbeitswelt, so was so noch keiner kannte in Deutschland.

00:02:01: Homeoffice ja?

00:02:02: Bis heute macht es Friedrich Merz schlaflose Nächte!

00:02:05: Die Leute sind nur noch faul zuhause... Es wird sich um nichts mehr gekümmert außer um die Brut und um die Wäsche.

00:02:10: Ja und jetzt so langsam kriegt man das immer mehr mit.

00:02:14: Die Berliner Tech-Branche ist da gerade voll bei.

00:02:16: Ich weiß nicht wie's in den anderen Städten läuft aber Return to Office ist die neue Policy.

00:02:22: Und dazu hast du einen Fall mitgebracht, denn auch du warst mal bei einem Kunden der getrommelt hat und gesagt hat ab jetzt kommen alle wieder zurück ins Büro.

00:02:34: Genau das hat er gesagt und auch so durchgezogen.

00:02:38: aber ich fange mal vorne an.

00:02:40: Bitte!

00:02:41: Und zwar hatte ich eine Mitarbeiterin Rita und Rita hatte einen Arbeitsplatz.

00:02:50: da hat sie locker auch im Homeoffice arbeiten können.

00:02:54: Und ich habe mir gedacht, das ist doch eine gute Option für sie!

00:02:57: Sie hat so einen langen Anfahrtsweg und vielleicht wäre das was für sie ins Home-Office zu gehen als noch gar keiner von Corona oder Home Office irgendwie gesprochen hat und hab mich mit ihr zusammengesetzt und habt ihr das vorgeschlagen?

00:03:14: Und die Antwort war nein interessiert mich nicht.

00:03:17: brauche ich nicht Braucht die Kollegen, ich will hier im Team bleiben.

00:03:25: Und somit war das Thema Homeoffice für Rita erst mal durch.

00:03:30: Wie lange ist das her?

00:03:33: Das war so rund ... ... zwanzigzwanzig also ein Stück vor Corona.

00:03:38: Vor Corona wusste keiner was kommt aber du hattest schon so'n bisschen die Vorbereitung getroffen.

00:03:43: Ich erinnere mich bei mir in der Hotellerie.

00:03:45: Ich war eine Zeit lang im Back-Office.

00:03:46: da war Das war die Sonderlinge, das waren besondere Personen.

00:03:54: Den hat man immer so ein bisschen von Weitem zugerufen, wenn sie dann ihren zwei Tage im Homeoffice waren und du lachst gerade.

00:03:58: Aber es war so!

00:04:00: Das waren die Sonderingen... Ach ja, die ist heute im Home-Office.

00:04:04: Das wurde fast so gesagt wie die hatte heute Tag Urlaub.

00:04:06: Und zwar als wenn der Urlaub doppelt gewährt worden wäre, dass dann da trotzdem geleistet wurden.

00:04:11: Es hat man dann ungern gefühlt oder gesehen aber ich kenne das auch.

00:04:16: Zumindest war das Song ein Sonderling und du warst eine Führungskraft damals schon, die das schon ermöglichen wollte vor Corona.

00:04:21: Hut ab!

00:04:22: Aber vielleicht hat Rita das ja für sich auch so interpretiert?

00:04:26: Ah könnte sein da sind wir wieder bei Fall Nummer eins.

00:04:29: für alle, die uns jetzt bei späteren Folgen erst zugehört haben was für emotionale Argumente es gibt warum man eventuell möchte dass sein Job sichtbar ist.

00:04:38: hört ihr noch mal in Folge Eins.

00:04:40: dann geht's um Postkisten.

00:04:43: kleiner Wink aus der Vergangenheit.

00:04:45: Und jetzt will mal zurück zum Fall, was ist dann passiert als Corona kam?

00:04:49: Als Corona kam mussten wir uns ja zwangsweise anders organisieren.

00:04:54: also jeder der Corona mitgemacht hat weiß wie das auf und ab ging.

00:05:02: Ich muss unterbrechen, aber ich lach gerade laut.

00:05:05: Jeder der Corona mitgemacht hat klingt so als wenn es eine Veranstaltung war wo wir hingegangen sind.

00:05:11: Warst du dabei?

00:05:12: Corona-twanzig-einundzwanzig!

00:05:14: Ich habe noch ein Bild von Corona-Tests in einer Küche hängen extra damit wäre.

00:05:21: Ja keiner wünscht sich die Zeit zurück.

00:05:23: Deswegen ein kurzer Einschub.

00:05:26: Jetzt warst du bei Corona dabei?

00:05:27: Ja, wo warst Du gewesen bei Corona zu Hause?

00:05:30: Gut, es geht weiter.

00:05:33: Entschuldige Bitte für den Einschup.

00:05:35: Also, Corona passierte der Welt!

00:05:39: Genau okay.

00:05:40: also jetzt ab ins Homeoffice ohne oder mit wenig Regulierung, Mit viel Applaus und vielen Dankeschön dass wir irgendwie trotzdem den Laden am Laufen halten Mit oder ohne VPN-Zugang, die waren nämlich zwischendurch auch mal ganz schön ragesäht.

00:06:03: Und dann hat es ja auch eine Zeit lang gedauert bis überhaupt die Diskussion kommen konnte ob man zurück ins Office geht oder nicht?

00:06:20: Ich kam mich da an ein Projekt der einen in dem ich drin war.

00:06:25: Da ging's auch darum Officeräume zu gestalten.

00:06:27: Wir waren mitten da drinnen und dann gingen alle ins Homeoffice Und da hieß es damals schon so, es wird nach Corona so sein dass wir im Büro ein Angebot schaffen müssen, welches dem Homeoffice konkurriert.

00:06:41: Weil dort erleben die Leute häufig einen Hyperfokus.

00:06:44: Sie können sich wirklich detailliert um ihre Aufgaben kümmern und wenn wir im Büro nicht schaffen einen Gegenangebot zu schaffen für einen besseren Arbeitsmodus dann wird uns Return to Office noch ganz lange begleiten.

00:06:56: und das war mitten in Corona wo das die Person gesagt hat.

00:06:59: Das fand ich sehr spannend.

00:07:02: Der war sie auf jeden Fall schon weiter wie die Geschäftsführung die Ich gegenüber sitzen hatte, deren Ziel war es natürlich oder wie vielleicht bei den meisten die Leute möglichst schnell zurück ins Office zu bekommen.

00:07:19: Und als das dann auch wieder möglich war, war es für Rita auch an die Zeit gekommen, wieder ins Office to kommen und da kommt sie auf mich zu und fragt ob sie denn nicht im Homeoffice bleiben könnte, ob es Möglichkeiten gibt weil ich es ja schon einmal vor Corona auch angeboten hatte.

00:07:43: Und aufgrund der ganzen Coronasituation vielleicht auch und dieser politischen Agenda, die Leute zurückzuholen habe ich das nicht durchsetzen können – und fand das für ihren Fall eigentlich schade!

00:08:01: Und damals war die Situation so dass die Studienlage noch gar nicht so belastbar war zu sagen, wo stehen wir überhaupt?

00:08:11: Am Anfang gab es ein paar Studien auch von den Krankenkassen, dass die Produktivitätsverluste nicht da sind.

00:08:19: Aber wenn man in diesem Mindset dieser Anwesenheitspolitik ist und dann ist das einfach schwierig daraus zu argumentieren – und das ist mir damals nicht gelungen!

00:08:37: Und deswegen fand ich Interessant, dass du das jetzt als Fall noch mal rein bringst.

00:08:43: Und ich frage mich wie könnte man da besser mit umgehen?

00:08:46: oder wo stehen wir heute?

00:08:48: Die Studienlage ist deutlich besser und da würde ich gerne mit dir darüber diskutieren!

00:08:55: Ja super interessant und betrifft mich gerade auch.

00:08:58: Ich meine die Leute, die wissen meinen aktuellen Arbeitgeber kennen, sie wissen das auch bei uns gerade massiv über Return to Office diskutiert wird und überlegt wird, wie machen wir das?

00:09:08: Und können wir das einfach so den Leuten zu muten.

00:09:13: Du hattest auch gerade die politische Agenda der Arbeitgeber erwähnt.

00:09:17: ja dem Fall dass der Arbeit Geber so eine politische agenda hat und da ist bei mir ein bisschen Hängen geblieben.

00:09:25: in Corona genau das was du auch aus den Studienholz als alle ins Home Office mussten wurde über alle Corporate Kanäle kommuniziert.

00:09:34: Produktivität ist nicht zurückgegangen, allen geht es gut.

00:09:36: Natürlich man wollte Aktienmärkte beruhigen, man wollte Stakeholder Interessen bedienen.

00:09:42: und jetzt plötzlich ja erlebt man eine Realität wo vielleicht nur noch die Hälfte ein Drittel ins Büro kommt.

00:09:50: viele Plätze bleiben leer außer du schaffst bestimmte Events.

00:09:54: da können wir gleich darauf eingehen wo alle dann doch ins Bürow gezogen werden.

00:09:58: aber ansonsten Ja, muss das für Führungskräfte und auch das höhere Management belasten sein.

00:10:06: Wenn die durchs Büro laufen und sehen es sind immer nur die gleichen Leute da und zwar die Leute, die ihr Leben so arrangiert haben dass sie einfach und effektiv ins Büro kommen können.

00:10:14: ich glaube wenn man bei meinem aktuellen Arbeitgeber die Zahlen sieht Anbindung zum aktuellen Büro und wie lange man braucht die Leute unter vierzig Minuten Weg brauchen Die sind eigentlich immer da Montags und Freitag sowieso wenig.

00:10:33: Da sind Leute in Corona weggezogen aus Berlin, nicht mal im Speckgürtel die wohnen dann in Michendorf oder so.

00:10:41: das ist einem Auto alleine anderthalb Stunden irgendwie daraus zu kommen mit Berufsverkehr und drum und dran.

00:10:48: für die ist es total angenehm, wenn die jetzt zurück ins Büro müssen.

00:10:53: Obwohl denen vorher gesagt worden ist eure Arbeitsleistung leidet darunter nicht und dass diese sich jetzt so ein bisschen um ihre Leistungen und um das was sie leisten betrogen fühlen kann ich in großen Teilen sehr gut nachvollziehen.

00:11:09: Das ist glaube ich so mein Eingangsstatement.

00:11:11: Ich weiß nicht ob du da drauf aufbauen kannst.

00:11:15: Genau ich würde einfach nochmal ein bisschen erläutern warum Sie zurück ins Office wollte.

00:11:24: Und ich bin immer ein Freund auch von diesen Lebensphasenmodellen, bei ihr hatte sich die Situation auch grundlegend geändert.

00:11:30: Mein Argument war ja damals sie hat den langen Anfahrtsweg das muss doch vielleicht nicht sein, vielleicht kann sie die Zeit einfach dann besser produktiv nutzen, hat dann bisschen mehr auch vom Nachmittag und das war in ihrer Lebenssituation damals einfach nicht so wichtig, aber sie ist als dieses Return-To-Office gefordert wurde.

00:11:54: Da war sie persönlich in einer ganz anderen Situation mit Familie eingebunden, wo auf einmal der Fahrtweg doch ins Gewicht gefallen ist und nicht greifbar sein zu können wenn irgendwelche Havarien mit Kinderbetreuung auftreten.

00:12:14: Und darauf ist dann auch keine Rücksicht genommen worden einfach um dieses leichte Steuern wieder zu haben, in diesem Modus wo man drin ist.

00:12:25: Und da war mir damals diese Diskussion zu kurz und das würde ich gerne ein bisschen auffächern mit dir!

00:12:34: Ja, und was waren da Argumente die vom Arbeitgeber kommen warum sie zurück muss?

00:12:39: Weil am Ende des Tages wenn ich als junger Mutter, als jemand mit einem Angehörigen den ich pflege.

00:12:44: Als jemand der weit weg gezogen ist doch argumentieren kann Die Qualität meiner Arbeit Und wir gehen jetzt erstmal davon aus das Argument ist nicht erstunken und gelogen Es ist nicht runter gegangen.

00:12:55: Du bekommst genau das wofür du bezahlst lieber Arbeitgebers und dann kommt der Arbeitgebe und sagt Ich zwing dir aber einen neuen Modus auf.

00:13:03: Das fühlt sich unfair an.

00:13:04: Deswegen, was sind denn Argumente vom Arbeitgeber gewesen in deinem Fall?

00:13:08: Warum die jetzt alle zurück mussten?

00:13:11: Also wir hatten verschiedene Arbeitsplätze also die klassischen Büroarbeitsplätze wo das natürlich einfacher möglich war.

00:13:21: es gab aber auch Bereiche in denen das grundsätzlich nicht möglich war.

00:13:26: so da gab's mit dem Personal oder Betriebsrat, was man im Hause hat eben auch Diskussionen.

00:13:33: ist das gerechtfertigt.

00:13:34: Dass die einen ins Büro müssen und die anderen nicht also diese Beteiligungsrechte oder Mitbestimmungsrechter.

00:13:42: da gab es viel Diskussion und es gab natürlich eine Diskussion über Leistungsmessungen.

00:13:49: Und was ist Leistung?

00:13:52: Da muss ich irgendwo Leistung erheben in in Menge oder Outcome, Wirkung oder vielleicht in weicheren Faktoren.

00:14:04: Also wie kann ich das überhaupt bestimmen?

00:14:06: Und dann bin ich als Führungskraftjahr auch ganz anders gefragt.

00:14:09: Sonst ist die Gleichung ja immer gewesen okay Anwesenheit gleich Wirkung aber diese Gleichung stimmt ja grundsätzlich nicht.

00:14:19: und wenn Führung über Anwesenheit und Zeit, und direkten Kommunikations- und Delegationsweg.

00:14:30: Dann ist dieses Führen über Distanz – da gibt es auch eine Menge Führungsthemen zu – dann einfach schwieriger?

00:14:38: Und das war gar nicht etabliert!

00:14:43: Ich glaube mit dem Stamm an Führungen schwierig dort reinzugehen.

00:14:49: Das heißt also ein Hauptargument vom Arbeitgeber was ich jetzt aus deiner Antwort raushöre Kontrolle behalten und zwar eine gefühlte Kontrolle, vielleicht auch künstliche Kontrolle.

00:15:02: Weil der alte Hut hatte sich noch nicht abgelaufen Wer da ist wer sichtbar ist der leistet.

00:15:14: Und unabhängig davon dass wenn ich zählen würde da sitzt jemand acht Stunden im Büro Was ist das jetzt jemand?

00:15:21: Vielleicht nur Sechsten halb Stunden im Home Office und wenn der sechsten Halber mehr schaffen würde Weil die Person fokussierter ist, nicht unterbrochen wird.

00:15:30: Gibt es diese lustigen Memes wo Leute dann da im Büro sitzen und Zettel am Rücken haben?

00:15:33: Bitte sprich mich nicht an!

00:15:34: Ich habe keine Selbstkontrolle und fange an über einen Wochenende mit dir zu reden.

00:15:38: Also sowas passiert ja nicht im Homeoffice eher... dass das eine Sache ist, die wir gar nicht messen.

00:15:45: Sondern es geht wirklich nur um eine gefühlte Wahrheit von ich möchte mein Unternehmen und die Kultur so gestalten ihr müsst kommen Basta weil ich das Gefühl habe Ich behalte die Kontrolle.

00:15:54: Das war das große Argument was dahinter stand.

00:15:56: hab ich dich richtig verstanden?

00:15:57: Genau

00:15:57: Und ich glaube bei dieser Anwesenheit ja auch von Mitarbeitern oft als Leistung Wer viel anwesend ist leistet viel Wenn ich gesehen werden will wenn ich weiterkommen will muss sich anwäsend sein.

00:16:10: Nicht umsonst In den Bankenvierteln abends sind Lichter an, in Büros wo gar keine Menschen mehr drin sitzen.

00:16:19: Oder diese Anwesenheitspflicht oder auch wenn es diese gelebte Praxis ist führt dazu dass man einfach anwesend ist und dann Coffee-Badging betreibt also sich zeigt an der Kaffeemaschine aufkreuzt mit Präsenzstrahlt aber nicht wirklich unterm Strich mehr geleistet hat dass ein Teil der Zeit investiert wird, um Anwesenheit zu zelebrieren und Sichtbarkeit.

00:16:51: Ja und ich glaube dann kommt ja auch wieder so ein bisschen darauf da rein.

00:16:56: wie viel Selbstverantwortung darf ich meinen Mitarbeiterinnen zumuten?

00:17:00: Also keine Rolle funktioniert so, das jeder Tag immer genau gleich ist.

00:17:07: also die seltensten Bürorollen würde ich sagen funktionieren so, dass es jeder tag ist genau gleich sondern Du hast im Büro-Kontext, wo du ja so eine sogenannte Knowledgework machst.

00:17:17: Das hatte ich schon ein paar Mal gebracht, eine Wissensarbeit.

00:17:22: Da hast du Tage und da gibst du mehr Meetings.

00:17:24: Da gehast du Tage, dann hast du mal einen Workshop.

00:17:26: Da gibt es Tage, da brauchst du Fokuszeit.

00:17:29: Und wenn nicht mir für diese unterschiedlichen Modi die ich habe... ...Focusmodus, leichte Konzentrationsmodus, ein starker Konzentrationsmodus,... ...ein Modus in dem auch okay ist das ein Geräuschteppich im Bürow ist.

00:17:42: Ein Workshop!

00:17:42: Ein klassisches Meeting, ein klassiszes one-on-one Gespräch.

00:17:47: Vielleicht auch ein Feedbackgespräch.

00:17:48: Wenn ich diese Modi kenne und mich kenne als Person ... Und da gehe ich jetzt auf die Sachen ein, die ich aus ... Ich glaub das ist von Dark Horse Consulting heißen.

00:17:59: Die haben so einen Buch gemacht zu Welche Flächen brauche ich in Bro?

00:18:07: In welchem Modi ist so ein Mitarbeitender?

00:18:10: den ganzen Tag über und wenn man das zusammenmetscht, dann stellt man fest.

00:18:13: Wenn man den Mitarbeitenden beibringt ihren Modus richtig zu wählen auch ihre Umgebung richtig zu wählen, kann das super Produktivität steigern sein ja?

00:18:22: Ich gebe ein Beispiel aus meiner Berufspraxis.

00:18:27: ich habe eine Zeit lang immer Mittwochs ins Büro gekommen war mein erster fester Bürotag wieder nach Corona Und irgendwann hab' ich festgestellt Mir Leute, weil ich mir den Mittwoch sehr frei gehalten habe, meisten Online-Meetings eingestellt haben.

00:18:44: Weil da war doch so viel Platz!

00:18:46: Ich persönlich wollte mir meinen Kalender aber frei halten am Mittwoch und habe diese Termine immer wegorganisiert, weil man sich einen Termin einbucht im Bürokontext.

00:18:55: Man sieht wann die anderen verplant sind oder wenn sie nicht verplant ist.

00:18:59: Oder hat der Fabian noch nicht so viel?

00:19:00: Aber genau an dem Mittwocht wollte ich keine klassischen Termine haben!

00:19:05: Weil die habt man dann meistens mit Leuten online.

00:19:07: Das heißt ich hab mich dann irgendwann dabei erwischt wie ich ins Büro gefahren bin Da morgens schon hingetingelt mit der S-Bahn, hab ich dann nur wieder hingesetzt.

00:19:14: Hab mich eingerichtet und irgendwie angefangen fokussiert an einer Sache zu arbeiten und auch genossen dass sich KollegInnen um mich habe und mal so kürzere Abstimmungen hinbekommen haben.

00:19:24: Und plötzlich habe ich mich dabei erwischt wie ich alle halbe Stunde in so ein Telefonkabine gegangen bin und in eine Meeting saß mit irgend wem weil mir alle diesen Mittwoch voll gebucht hatten bis ich dann irgendwann mir selbstständig den Mittwochs ausgebucht habe und dick reingeschrieben habe sodass all das sehen konnten.

00:19:39: Ich bin im Büro am Mittwoch.

00:19:41: Wenn du ein Face-to-Face Meeting, ne?

00:19:45: Ein Meeting in Persona haben möchtest dann stell mir ein Meeting ein wenn du im Bürobist.

00:19:50: Wenn Du einen Online Meeting haben willst bucht dir einen anderen Tag und das hat wahnsinnig gut funktioniert.

00:19:56: dass sich all diese Gespräche und irgendwann wussten auch Leute Fabian ist mittwochs da Den kann man da erreichen.

00:20:02: Und das ist noch mal tragfähiger, wenn du eine Führungskraft bist und viele Entscheidungen treffen musst, dass alle wissen, dass sind die Tage, da ist meine Führungskraft auch mal kurz über ein Schreibtisch erreichbar, weil alle, die im Büro sind, kennen das?

00:20:16: Man hat dann auch mal schnell so ein Tag voll mit Online-Meetings und man hat eigentlich geplant, ins Büro zu gehen.

00:20:20: Und fragst du dich am Ende des Tages?

00:20:23: Warum war ich heute eigentlich im Büro wenn ich sowieso nur in Online-Metings bin?

00:20:26: Dann hätte ich auch nebenbei nochmal den Staubsaugerroboter durch die Bude treiben können und vielleicht mal irgendwie in der Pause meine Wäsche aufhängen können... ...dann wäre ich jetzt gedanklich abends weiter!

00:20:35: Und diese Flexibilität dieses Erwachsene über den Arbeitsmodus entscheiden und dadurch vielleicht sogar noch ein Produktivitätsgewinn herbeiziehlen.

00:20:46: Das nimmt einem einen Arbeitgeber, da bin ich fest von überzeugt wenn er feste Office-Tage einführt oder fest zwingend an bestimmten Ritualen im Büro zu sein.

00:20:56: Habe ich zwei Punkte zu.

00:20:58: und zwar erinnert mich das dass du sagst okay die selbstbestimmte auch zu schauen wo kann ich leisten wie brauche ich mein Setting?

00:21:12: Ich bin ja auch im wissenschaftlichen Kontext unterwegs gewesen und die Wissenschaftler arbeiten ja ganz anders organisiert.

00:21:19: Die sind sehr frei in ihrer Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung.

00:21:24: Ja, klassisch der Form der Knowledge Work.

00:21:28: Mach weiter her!

00:21:29: Und die werden gemessen an wissenschaftlicher Leistung, also Erfolg, Publikationen, wissenschaftliche Erkenntnisse.

00:21:39: Und das ist viel leichter messbar und ich glaube das ist was warum da viel mehr zugestanden wird.

00:21:49: die haben Auftrag der es zu erfüllen wie interessiert nicht?

00:21:53: Es ist für alle sichtbar wie die Leistungskänze von zustande kommen.

00:22:00: Du hast ein sehr klares Erfolgskriterium

00:22:05: und deswegen wird da nicht so über diese Arbeitszeitmodelle diskutiert.

00:22:36: meine Aufgaben zu erledigen, dann bucht mir meine Führungskraft mehr Arbeit rein.

00:22:41: Das heißt das Paradoxe der Büroarbeit ist wenn ich anfange an kurzfristigem Output zumessen und den Leuten nicht eine gewisse Flexibilität und Leinerlasse das zu erfüllen, dann sorge ich dafür dass die Leute, wenn sie einmal erlebt haben... Ich schaffe die Arbeit von acht Stunden dann doch irgendwie in fünf dass sie dann die nächsten zwei Stunden auch wieder vollgepackt kriegen, was sich ja auch irgendwie unfair anfühlt.

00:23:03: Wo das Individuum dann anfängt dagegen zu arbeiten.

00:23:05: Dass man so ein Business-Paradoxon einführt.

00:23:08: Hey du schaffst es schneller?

00:23:09: Dann kannst du aber doch nicht so viel machen!

00:23:11: Das Gleiche gab's auch.

00:23:12: da gibt's auch Studien zu für so Essensausfahrer und Räder.

00:23:16: Das ist jetzt weit weg davon.

00:23:17: Aber dass Leute, die mehr Touren gefahren sind, schneller gefahren waren, plötzlich mehr ausfahren mussten.

00:23:22: Und das sorgte dafür, dass die Fahrradfahrer die schneller fahren könnten Doch wieder langsamer gefahren sind, weil sie häufiger mehr Touren reingekriegt haben.

00:23:31: Das heißt du schaffst im System so eine Counterintuität und die hat noch kein Office außer wenn du deinen Mitarbeit dann vernünftig vertraust?

00:23:38: Dann kannst du sie aber auch ins Homeoffice lassen.

00:23:42: Hat für mich noch keiner gelöst!

00:23:44: Sorry, Einschub.

00:23:47: Ich gehe nochmal auf deine Bürogestaltung ein... Also was

00:23:51: gerade jetzt

00:23:52: heute gekommen ist vom Personalamagazin bei LinkedIn, ist die Konstanzer Home Office Studie XX und da wird festgestellt dass Desk Sharing den Wunsch nach Home Office nach oben treibt.

00:24:12: Ach, das heißt nochmal Desk Sharing.

00:24:14: Was ist das?

00:24:15: Ja genau, Desk sharing heißt ich habe nicht mehr meinen eigenen Arbeitsplatz, mein eigenes Schreibtisch sondern hab ein biles.

00:24:24: Büro muss mir Arbeitsplätze teilen oder mir im Großraumbüro einen anderen Platz suchen.

00:24:30: wenn ich in diesen Modellen unterwegs bin dann wünschen sich Beschäftigte im Schnitt drei Komma vier Homeoffice-Tage, wenn sie aber einen festen Arbeitsplatz haben nur zwei Komma fünfneun.

00:24:42: Also alleine durch die Organisation des Räumlichen was du ja vorhin so ein bisschen angeteasert hast kann ich auch diese Bereitschaft für Homeoffices oder im Office arbeiten beeinflussen.

00:24:56: Werbung wir sagen danke mit einem kleinen Gewinnspiel.

00:25:01: Wilmer und ich freuen uns riesig über alle, die unseren Podcast regelmäßig hören, kommentieren, teilen und weiterentfehlen.

00:25:08: Das hilft uns wahnsinnig – und genau dafür möchten wir Danke sagen!

00:25:12: Deshalb verlosen wie im Juli und August zwanzig sechsundzwanzig insgesamt drei Wertgutscheine a hundert Euro.

00:25:18: So kommt ihr in den Los-Topf.

00:25:19: Kommentiert unter einer unserer Podcastfolgen oder teilt eine unserer Folgen Tisa auf LinkedIn.

00:25:25: Besonders freuen wir uns, wenn ihr uns kurz dazu schreibt was ihr aus unserem Podcast mitgenommen habt und warum ihr ihn weiter empfehlt.

00:25:33: Wichtig bleibt dabei natürlich ehrlich und teilt nur das womit ihr euch wirklich wohl fühlt!

00:25:38: Macht anschließend einen Screenshot von eurem Kommentar oder LinkedInbeitrag und schickt ihn an agilatkvh-consulting.com.

00:25:47: Ich wiederhole nochmal agil at kvh minus consulting.

00:25:53: Jede Person kann einmal am Gewinnspiel teilnehmen.

00:25:56: Die Gewinner werden am dritten September, zwanzig sechsundzwanzig per Losverfahren ermittelt und anschließend per E-Mail benachrichtigt.

00:26:09: Den Link dazu gibt es auch hier in den Shownotes!

00:26:19: Das Gewinnspiel wird ausschließlich von uns organisiert und steht in keiner Verbindung zu Linken, Podcast-Plattform oder Wertgutschein.de.

00:26:27: Werbung Ende!

00:26:37: Porträt von, weiß ich nicht... der Familie auf dem Tisch.

00:26:39: Da ist unsere Ecke so.

00:26:40: Das ist dieser Wunsch nach Einrichtungsheimlichkeit.

00:26:43: Ich kenne das selbst bei uns.

00:26:45: Wir haben auch ein flexibles Deskmodell bei meinem aktuellen Arbeitgeber und da ist es völlig klar in welcher Bereich ich sitze.

00:26:56: Also niemand würde mich in der fünften Etage links unten suchen.

00:26:59: Ich sitze immer einer sechsten Etage an der gleichen Stelle.

00:27:01: Und er sitzt noch immer ähnliche Personen.

00:27:03: Man hat sich miteinander arrangiert.

00:27:04: irgendwie Ist nicht immer der gleiche Platz, aber es stimmt schon.

00:27:07: Ich weiß wo ich gerne sitze.

00:27:12: Und den zweiten Punkt wenn ich den noch bringen darf?

00:27:14: Ich habe ja versprochen... ...ich bin so glücklich dass die Studienjahre einfach sich so verbessert hat und wenn man da ein bisschen reinschaut was wie man Homeoffice gestalten kann oder wo Produktivität dann landet in welchen Modellen dann kommt zum Beispiel das Fraunhofer-Institut auf eine drei Tage Woche, also bei sechzig Prozent Homeofficeanteil.

00:27:42: Das klappt noch gut und darüber hinaus kippt dann auch irgendwann die Produktivität und plädieren für ein Drei zu Zwei Modell.

00:27:53: Also es heißt ich kann den Umfang sozusagen damit spielen?

00:27:58: Und das andere ist dann was passiert mit den Leuten, also das eines Produktivität und das andere ist aber auch Zufriedenheit.

00:28:09: oder wie das eine Stanford-Studie gemacht hat.

00:28:14: Die geschaut hat welche Homeoffice Modelle und die haben Untersuch bei zwei Homeofficetage pro Woche.

00:28:22: Die hatten Null Effekt auf Produktivität und Beförderung senken Die Kündigung um dreiunddreißig Prozent, also diese Bindungs- und Zufriedenheitsaspekt.

00:28:33: Der ist ganz hoch und er kommt in diesen Studien auch immer wieder ganz deutlich zum Tragen.

00:28:40: Und dann gibt es auch eine Gardnerstudie die sagt dass gerade High Performer um sechzehn Prozent und bei Frauen um elf Prozent die Bleibeabsicht sinkt wenn diese Präsenzpflicht kommt.

00:28:59: Ja, das heißt aber was ich raushöre ist das war sich vorher schon so aus dem Bauchgefühl und aus der Praxis bei uns kenne die den Leuten die Flexibilität nehmen also sie zu Kindern zurückzudegradieren dass ihnen vorgeschrieben wird wann sie zurück im Büro sein müssen.

00:29:21: Bindung, das klingt Motivation und klingt auch eine hohe Performance bei manchen Personen.

00:29:26: Weil sie sich beformelt fühlen weil sie etwas was sie vorher für sicher geglaubt haben plötzlich aberkannt bekommen.

00:29:32: Das höre ich irgendwie raus.

00:29:34: das heißt Wir raten zur Vorsicht, will mal.

00:29:38: Bei Generalisiertem, hey jetzt müssen alle alle Tage wieder zurück ins Büro.

00:29:43: und wir raten auch bei Vorsicht höre ich das richtig raus mit ganz festen Hormaufesttagen.

00:29:47: die Leute sollten sich dass selber gestalten dürfen.

00:29:49: Das höre Ich jetzt raus aus der Studienlage

00:29:53: Genau.

00:29:54: aber dann werden auch solche Aspekte rein spielen wie du genannt hast aus der Praxis.

00:29:59: wo brauche ich bestimmte Anwesenheit um um mich auch gut organisieren zu können.

00:30:05: Aber ich habe eine Frage an dich.

00:30:07: und zwar gibt es eine Innovationsstudie von Microsoft, die im Nature veröffentlicht worden ist und da geht's darum das eben zu viel Homeoffice also dieses Silo-Denken verstärkt.

00:30:29: Also wenn Netzwerke abgeschnitten werden weil ich nicht genug eingebunden bin Ich wieder Dieses siloartige Arbeiten, was wir eigentlich nicht wollen dieses In The Box.

00:30:40: Dass wir das aber verhindern können wenn wir nicht einfach sagen kommt zurück ins Office Wir müssen wieder so arbeiten wie früher sondern wir sollen bewusst diese Begegnung eben auch gestalten.

00:30:53: und das wäre sozusagen die Frage an dich als Agila Coach Wie schaffe ich es mit einem schlauen Management dieser Homeoffice-Möglichkeiten das so zu orchestrieren, dass ich in diesem Baukasten auch diese Begegnung neu gestalte und modeliere um diesen Zilo, ja zurück ins Zilotendenz verhindern zu können.

00:31:23: Ja absolut super interessant Wenn ich da jetzt die One Fits All-Lösung zu hätte, würde ich damit bei ganz vielen Arbeitgebern gerade viel Geld verdienen.

00:31:34: Weil so einfach ist es nicht, sondern ich muss mir den Arbeitsmodus meiner Teams angucken und ich glaube was immer sinnvoll ist, das zu gucken... Was ist denn mein kleinster Wertschöpfender gemeinsamer Nenner?

00:31:45: Bei einem Softwareunternehmen ist es das Softwareteam.

00:31:48: Die müssen zusammen jede zwei Wochen im Idealfall unter dem Idealfallen auch agieren.

00:31:54: Metriken, agilen Prinzipien, agilen Methodiken anfangen Software zu bauen und zu releasen.

00:32:00: Also alle zwei Wochen kippen die was Neues rein eurer Handys laden sich die Apps runter und machen ein Update dann gibt es eine neue Version.

00:32:08: viele Sachen sieht man gar nicht live.

00:32:10: manchmal sieht man was davon.

00:32:11: so passiert ja immer und immer wieder bei digital Produkten.

00:32:15: Und Was Ein großer Faktor von Agilität ist auf der einen Seite nähe Effiziente und wirkungsvolle Methoden, Informationen zu übermitteln ist das Gespräch von Angesicht zu Angesichten.

00:32:31: Das wird propagiert in Nagelität, dass wir von Angersicht zu Angesicht sprechen.

00:32:35: also Agilität braucht näher aber sie brauchen nicht zwingend räumliche Nähe.

00:32:40: Beispiel ich habe als ich angefangen hab als Teamcoach zur Arbeit ein typisches Team-Metting.

00:32:46: die Retrospective haben wir auch schon mal eine Sonderfolge zu gemacht.

00:32:49: Ich glaube es war die Osterfolge wenn ich mich nicht täusche.

00:32:56: Ja genau, gehört nochmal rein.

00:32:59: Ich kann mich erinnern wie ich irgendwie meine achte neunte Retrospective moderiert hatte.

00:33:02: und dann sagte ich unserem Tech-Lied also dem Chef aller Tech Engineering Rollen im Team, aller Software entwickelnden Rollen in dem Team Hey wollen wir nicht mal eine Live Retrospectives machen?

00:33:15: Also warum?

00:33:16: auf gar keinen Fall mit dem Miroboard hier?

00:33:18: anderthalb Stunden Online, das klappt so gut wie noch nie verabend.

00:33:22: Weil ich habe wenig live retrospectiven Moderit gehabt zu dem Zeitpunkt.

00:33:26: Ich war ja Juni, ich hab in Corona angefangen in dem Unternehmen und der war so, ey, so gut!

00:33:30: Wie jetzt klappte das noch nie?

00:33:31: Wir sind effizient wir sind schnell, wir kommen zu guten Ergebnissen.

00:33:34: Das klappt wundervoll.

00:33:36: anderthalb Stunden ist eine gute Größe um ein online Meeting mit einer Workshop App zusammen wie Mero beispielsweise zu machen.

00:33:42: Das klappt super, supergut.

00:33:45: Das ist der erste Punkt.

00:33:46: Also Agilität propagiert nähe, aber es muss nicht räumliche Nähe sein.

00:33:50: Das heißt ich muss meinen Leuten nahe sein.

00:33:52: und zweitens Agilitet propagiert Selbstorganisation um motivierte Individuum drum herum.

00:34:02: Es gibt dieses agile Prinzip.

00:34:03: was bedeutet?

00:34:05: das habe ich ja schon paar mal zitiert.

00:34:06: in anderen Worten gesagt wir wollen Software Teams kreieren die motiviert sich selbst organisieren weil das bringt die beste software hervor und dass sagt doch deine studie.

00:34:19: also wenn man den leuten die möglichkeit nimmt sich selbst zu organisieren dann funktioniert es nicht.

00:34:24: und jetzt kann man wieder reingucken.

00:34:25: was bedeutet das für größer organisierte agilität?

00:34:28: ja also wenn ich mein software team dazu verleite und ihnen die tools und Möglichkeiten gebe.

00:34:33: Ja dafür muss ich Schleife mehr drehen.

00:34:37: Dafür muss ich mal die normale Arbeit pausieren und meinen Teamworkshop machen, wo ich mir solche Fragen stelle Und ich habe noch kein Team erlebt, die das nicht selber gelöst bekommen hätten.

00:34:47: Das große Item des Große Wort der Stunde heißt hier Co-Creation also Co-Kreation des Arbeitsmoduses.

00:34:56: Beispiel wenn ich in ein team meeting reingehe da sind sieben leute und fünf von denen sagen Wir leisten am besten Arbeit, wenn wir hier vor Ort im Büro sind.

00:35:07: Und wir wollen drei Tage vor Ort sein, weil wir haben festgestellt für uns das der beste Modus und zwei wollen es nicht.

00:35:16: Da findet man als Team und als Arbeitleber Möglichkeiten!

00:35:20: Und die können auch durch eine Personalabteilung oder durch ein Betriebsrat, oder durch einen Teamcoaching unterstützt werden.

00:35:26: Es gibt selten Teams, die sich dann daran völlig zermatern und sagen, oh, die zwei kommen ja nie!

00:35:31: Oder guck mal die anderen.

00:35:33: in der Regel finden Erwachsene, die auf Augenhöhe miteinander arbeiten und motiviert miteinander arbeiten da Deals, die finden Lösungen.

00:35:41: Dass der eine sagt so Ja ich kann an dem Tag An der Mittwoche kommt halt vier Stunden kommen, weil ich drumherum meine Tochter abholen muss.

00:35:48: Die vier Stunden die da ist das sind die produktivsten vier Stunden der Woche plötzlich geworden.

00:35:53: ja also du hast Teams.

00:35:54: wenn du denen den Rahmen gibst sich zu organisieren dann organisieren sie sich.

00:35:58: Wenn du denen die Ziele vorschreibst dann organisierend ihr sich nach diesen zielen ausgerichtet.

00:36:03: Du musst aber vom Arbeitgeber mit dem Vertrauensvorschuss kommen.

00:36:08: Und hier kommt die Crux und das sehe ich auch an deinem Fall, wenn dieser Vertrauenschuss dir ohne Begründung weggenommen wird dann schaffst du Leute?

00:36:15: Weil du ins Elternich gehst in der Psychologie, die beim Kind ich reagieren.

00:36:19: Puh!

00:36:20: Ja dann erst recht hat mir noch ein Kollege letztlich gesagt Fabian Wenn ich keine Gehaltserhöhungen bekomme Dann bekomme ich eine Arbeitszeitoptimierung.

00:36:31: Damit meinte der unter der Hand, dann arbeite ich halt ein bisschen weniger.

00:36:34: Dann komme ich auch auf meine Stunde und solche Mitarbeitenden willst du doch nicht!

00:36:38: Und so ne Kultur kultivierst Du indem du den Leuten sicher geglaubte Flexibilität ohne Begründung wieder wegnimmst.

00:36:47: Das tut wahnsinnig weh und damit schaffst du dir eine höhere Retention.

00:36:52: wenn das gewollt ist gerne oder entgehen die Leute halt und du kreierst ihr frischen Wind.

00:36:57: So viel mein Punkt dazu.

00:37:03: Das ist sogar teilweise gewollt?

00:37:05: Ja, das kann gewollт sein!

00:37:06: Ich kenne auch dass es gewoll't sein kann, dass man bewusst sagt ja also manchmal willst du frischen Wind haben, das gibt's.

00:37:14: Aber Du hattest gesagt Psychologie.

00:37:18: und letztendlich wenn wir das zusammenfassen was Du gesagt hast darf ich nochmal eine letzte Theorie weil ich bin voll happy dass Du sozusagen hingeleitet hast auf meine Job Demands Resource Modell von Becker und de Meruti.

00:37:31: Was ist das denn schönes?

00:37:33: Und zwar sagen die, die Arbeitsbedingungen wirken über zwei Fader.

00:37:39: Einmal über die Ressource des was du angesprochen hast Autonomie Flexibilität.

00:37:44: Wir organisieren uns selber und das fördert das Engagement ist genau das was Du gesagt hast und diesen Anforderungsdruck dieses Pendeln nach Kontrolle also Reisezeiten kontrollierende Arbeitsbedienung.

00:37:59: Und wenn das in keinem ausgewogenen Verhältnis steht, ist in deinem Fall ja dann mache ich hier einfach ein bisschen weniger und komme auch auf mein Stundenlohn.

00:38:10: Und Sie sagen einfach, dass treibt dann Leute auch in solch einem Verhalten oder auch in emotionaler Schöpfung oder Burnout?

00:38:19: Und dann sind wir wieder bei diesem Gesundheitsmanagement-Themen die ja auch ganz stark bei solchen Modellen mit berücksichtigt werden müssen.

00:38:29: Und das fand ich eigentlich eine ganz gute Studie passend hergeleitet durch dich gerade.

00:38:34: Ja, wir hauen euch viel in die Schaunots dieses Mal wieder, höre ich schon raus.

00:38:38: Wir machen richtig cool!

00:38:41: Wir haben nicht alles besprochen ne?

00:38:43: Ich hatte nochmal einen Punkt hier aufgeschrieben weil den können wir auch schnell abpacken.

00:38:47: Ich hatte mich gefragt und so kenne ich das auch bei meinem aktuellen Arbeitgeber was ist denn mit den Leuten die wirklich weit weggezogen sind?

00:38:53: ne also es gab eine Zeit im Corona Da haben Arbeitgeber davon profitiert, dass sie aus der gesamten Masse der deutschen Arbeitenehmerschaft profitieren konnten.

00:39:03: Die konnten Leute aus Hamburg einstellen, aus Stuttgart einstellen und aus dem Kreiskleve einstellen.

00:39:09: Es war eigentlich völlig egal weil alle arbeiten eh remote.

00:39:13: Und jetzt plötzlich, da steht überall eine Verträge drin in der Arbeitsortis Berlin, dann wurde immer gesagt ja bis jetzt die aktuelle Situation und alle wissen ja wie es so offen ist.

00:39:22: Plötzlich kommt dieses heimliche wir wollen euch aber alles zurückhaben oder Da wird dann plötzlich nicht mehr so viel geguckt auf, ist die Person jetzt jemand mit dem Skill oder nichts.

00:39:33: Sondern es wird gesagt Frist du das stirbt?

00:39:34: Du musst nach Berlin ziehen, ansonsten wird das mit uns nichts mehr.

00:39:38: und dann denke ich mir so... Da war der Modus und das kann man auch machen, der Policy die wir aktuell genießen total schön.

00:39:45: Weil sie hat gesagt im Quartal oder im Monat musst du so in so viel Tage da sein!

00:39:50: Das gab dann Leuten die Möglichkeit regelmäßig zu kommen aber hat diese drei Tage nicht in die Woche reingezogen sondern hat gesagt Wir möchten dass du innerhalb von drei Monaten... weiß ich nicht Einmonat?

00:40:04: Also zwanzig Tage Auf jeden Fall im Büro.

00:40:08: bis wann du die machst, ist erst mal egal.

00:40:10: Dann gibt es Leute, die haben dann einen Arbeitsmodus gefunden wo sie gesagt haben ich bin zwei Wochen am Stück in Berlin arbeite von da und ansonsten bin ich im Homeoffice.

00:40:16: oder hey gib mir doch die wichtigen Termine ich komme dann ja.

00:40:19: also Da gibt's auch andere Modelle.

00:40:22: dafür wollte ich noch einmal ein Rande Werbung machen als zu sagen Es müssen immer fix bestimmte Tage in der Woche sein um auch die Möglichkeit zu haben den Skill nicht zu verlieren weil wenn Du jemanden in Hamburg sitzen hast und er hat eine Familie oder der betreut irgendwie einen Angehörigen Die Person kann nicht einfach nach Berlin ziehen, oder?

00:40:38: Und das ist eben dann auch die schmerzliche Wahrheit.

00:40:40: Da kommst du bestimmt aus der HR-Brille nochmal anders drauf als ich.

00:40:44: Dann passt es vielleicht auch nicht mehr zusammen.

00:40:48: Job ist ein Wirtschaftsstil.

00:40:49: Das ist Zeit und Skill gegen Geld.

00:40:51: Es ist nicht mehr so wie bei meinem Vater, wo man für thirty Jahre beim gleichen Arbeitgeber war und wenn man Schluss macht sondern ... Man darf auch wechseln!

00:41:01: Und es darf nicht mehr zusammenpassen, es ist wie bei so einer guten Beziehung.

00:41:04: Es darf irgendwann auch mal sein und es passt jetzt gerade nicht mehr.

00:41:06: wir müssen uns trennen das geht!

00:41:10: Ja... Das war aber noch mein letzter Punkt den ich gerne loswerden wollte.

00:41:20: Ein Millionen Modelle zu Arbeitszeit und Arbeitsort.

00:41:24: Und jedes Unternehmen hat es wieder ein bisschen anders, alle diskutieren mega hoch.

00:41:29: Ich glaube die größten Diskussionsbaustellen sind um Zeitenanwesenheit und sonstiges.

00:41:35: Da frage ich mich dann bis mein Fazit wirklich wie immer haben wir nichts gelernt weil wir können doch nicht darüber diskutieren das Die Anwesenheit im Büro, das entscheiden ist.

00:41:44: Da müssen wir doch schlauer sein und da würde ich auch von jedem modernen Arbeitgeber verlangen.

00:41:48: Seid da bitte schlauere und vergretzt euch nicht die guten Leute in dem ihr sagt eine Lösung muss für alle passende One-Fits all wird einfach der Modernität nicht gerecht.

00:41:57: Nehmt euch die Zeit zu überlegen dann seid ihr auf langfristige Sicht ein nachhaltiger Arbeitgebe der seine Leute irgendwo dazu bringt ja ne gute Leistung auf längere Zeit zu verbringen dass es mein zu erbringen.

00:42:09: das ist mein Fazit.

00:42:14: Und mein Fazit ist, schaut was Leistung ist und Mest ist korrekt.

00:42:19: Definiert erstmal!

00:42:22: Sehr gut damit machen wir heute Schluss mit einem offenen Ende das wir so noch nicht hatten weil wir gehen ja in unser Offside bald liebe Wilmer und wir haben keine neuen folgen.

00:42:34: teaser für euch weil wir nehmen uns ein bisschen Zeit und arbeiten jetzt mal an der neuen Content Strategie fürs nächste Jahr Und außer Willmer droppt jetzt noch irgendwas.

00:42:42: Würde ich sagen, ist es das für heute?

00:42:44: Wir Tisern nicht die nächste Folge ein was wir für euch an Tisan isst.

00:42:47: Ihr habt im Werbeblock heute auch wieder gehört.

00:42:49: Wir haben immer noch unser Gewinnspiel laufen ja.

00:42:51: Nehmt da fleißig dran teil.

00:42:52: ansonsten treffen Willmar und ich uns bald im Luxus Hotel auf eure Kosten.

00:42:57: Nein ihr zahlt ja nichts dafür.

00:43:00: Lass uns gut gehen und machen ein bisschen Urlaub zusammen.

00:43:03: Schließen uns weg und arbeiten hart am Podcast!

00:43:05: Da wird dann eine neue Folge entstehen.

00:43:07: denke und da freue ich mich sehr drauf.

00:43:10: Und bis dahin würde ich sagen, Wilma wir ziehen den Stecker oder?

00:43:14: Wir ziehen den Stecker und freuen uns wenn wir uns wieder hören!

00:43:19: Wir

00:43:19: freuen uns und bis zum nächsten Mal bei Agilität an Plakt.

00:43:24: Echte Fälle echte Menschen mit Wilmar Klassen van Hosen

00:43:28: und Fabian Schwarz Tschüss!

00:43:38: Verantwortlich für Redaktion, Produktion und Schnitt sind wir.

00:43:41: Wilma Klassen von HUSEN und Fabian Schwarz.

00:43:43: Wenn ihr unser Projekt unterstützen wollt freuen wir uns über eure Kommentare, eure Bewertung.

00:43:49: und wenn du im Podcast mit der Glocke abonniert!

00:43:51: Wenn ihr Lust habt mit uns zu diskutieren schaut auf LinkedIn vorbei oder schreibt uns direkt.

00:43:58: Alle ausgewählten Tools und Praktiken findet ihr wie immer in den Shownotes.

00:44:03: Eine neue Folge Agilität an Plagt erscheint jeden ersten Donnerstag im neuen Monat Bis zum nächsten Mal.

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